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PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Ist Ida da?

Buch des Monats August 2017

Die besten Sieben, Deutschlandfunk Juli 2017

Guten Morgen kleine Straßenbahn

Stiftung Buchkunst, prämiert für die 25 schönsten Bücher 2017

Die besten Sieben, Deutschlandfunk September 2016

Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2017


Das Löwenmädchen

20. Troisdorfer Bilderbuchpreis 2015
Den ersten Preis gewann Julie Völk für ihre Illustrationen zum Buch „Das Löwenmädchen“ (Text: Kim Fupz Aakeson, Gerstenberg 2014). http://www.troisdorf.de/bilderbuchmuseum/preise_stipendien/bilderbuchpreis/Main.htm

Kröte im Februar 2015
der Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur, Wien, STUBE
www.stube.at/buchtipps/kroetedesmonats.htm

Serafina - Nachwuchspreis Illustration der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Der mit 2500 Euro dotierte Nachwuchspreis Illustration der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur geht an Julie Völk. Ausgezeichnet wurde sie für ihr Bilderbuch Das Löwenmädchen (Gerstenberg).
www.boersenblatt.net, 09.10.2014

Die Jury begründete ihre Entscheidung wir folgt: (...) Julie Völk hat Kim Fupz Aakesons Geschichte konsequent in eine höchst fragile Bleistiftwelt gesetzt, mit Bäumen, deren Kronen viel zu schwer für die hauchdünnen Stämmchen sind, mit schmalen Turmhäusern, die mit verstreckten Fensterguckern Symbol für die Einsamkeit sind. Dann aber der Löwe: sonnengelb, majestätisch, gutmütig lächelnd platziert ihn die Illustratorin in die Seiten, und auch wenn er von den anderen kaum wahrgenommen wird, gibt er Louise die nötige Sicherheit. Völk lässt Louise nicht die einzig Unsichere sein, sie zeichnet andere schüchterne Kinder. Und sie verändert Proportionen, lässt Bedrohliches wie Beschützendes überdimensioniert anwachsen und rückt das, was aus Kindersicht wichtig ist, in den Vordergrund. Wie der neue Nachbar, von Louise als Großwildjäger gefürchtet, mit seinem Einzug das Aufmerksamtkeitsgefüge verändert, wie Louise plötzlich nicht mehr unbemerkt ist, wie er sich Zeit nimmt und zuhört, was alle andern bislang vermieden haben – das zeigt Völk in eindringlichen Bildern, auf denen sie sehr gezielt nur wenige Farbakzente setzt, eine Ausnahmeerscheinung inmitten der vielen bunten Bilderbuchwelten.
www.akademie-kjl.de

Gestern erhielt die Künstlerin Julie Völk die Porzellangiraffe Serafina, einen Nachwuchspreis für Illustratoren. Ihr Bilderbuch „Das Löwenmädchen“ hatte eine vierköpfige Fachjury unter sechs Nominierungen als das überzeugendste ausgewählt. „So zart haucht Julie Völk Szenarien mit Blei- und Buntstiften aufs Papier, dass der Betrachter fürchtet, sie könnten entschwinden, bevor er sich am Einfallsreichtum der Illustratorin sattgesehen hat“, urteilte die Jury.
Augsburger Allgemeine, 09.10.2014

 
PRESSESTIMMEN

Ist Ida da?
Mixtvision 2017

Zu Antonie Schneiders sparsamen, lautmalerischem Text, der Positionen des Wartens wiedergibt und mottoartig zu Julie Völks Bildern passt, sehen wir die Tiere mal hochkonzentriert, mal deprimiert einem herbeigewünschten Ereignis entgegenfiebern. Dabei kommen uns diese Tiere mit ihren leicht kegelförmigen Körpern, zärtlich kauzigen Gesichtern und Fellen wie duftig gestrickte Pullis vor, wie gute alte Bekannte. Sie sind Spielkameraden-Stellvertreter, Freunde, Kumpel und von Völk in gewohnt ausgesuchter Feinheit mit Bunt- und Bleistift gezeichnet. Die Konturen lässt sie manchmal in hingehauchten Pünktchen ausflocken. Die Illustrationen spiegeln Verspieltheit, aber auch Kostbarkeit und Zerbrechlichkeit alles Lebendigen wider. Natürlich hält Völk, wie stets, witzige und hintersinnige Details versteckt. (...)
eselsohr, Heft 9/2017, Ruth Rousselange >

Guten Morgen, kleine Straßenbahn
Gerstenberg 2017

GELBE HOFFNUNG

Eine zart gezeichnete Bahnreise durch den Tag ist Julie Völks Guten Morgen, kleine Straßenbahn! Hier nun gibt es viel zu entdecken, ganz ohne Text. Lange möchte man auf jeder Doppelseite mit den filigranen Bleistiftillustrationen verweilen, faszinierend sind sie bis ins Detail. Etwas sanftes, Beruhigendes strahlen sie aus, als gäbe es keine Hektik. Anhand der Figuren erzählt Völk eine Vielzahl von Geschichten Derweil fährt die Bahn als zartes gelbes Leuchten von Station zu Station, quasi ein Hoffnungsträger auf Schienen. Auch Kurioses trägt sich zu. Aber das meiste ist alltäglich und einfach schön anzusehen, z.B. die Kinder, die mitten in der Stadt, die wohl Wien ist, einen Drachen steigen lassen. Wer genau schaut, wird etlichen heiteren Erzählfäden folgen können. Langsam vergeht der Tag. Die kleine Straßenbahn hat nostalgisches Flair und das Potenzial zu wohltuender Entschleunigung.
eselsohr, Heft 1/2017, Ruth Rousselange>


Das Löwenmädchen
Gerstenberg 2014

Ist Louise stark oder ist sie ängstlich? Träumt sie oder versteckt sie sich? Sie hat einen Löwen, seine Mähne leuchtet wie die Sonne. Er wohnt in ihrer Wohnung und er wacht über sie, wo immer sie geht und steht. Das ist wirklich wahr und sehr, sehr praktisch. Wenn Louise mit dem Löwen in die Schule geht, wird sie nicht geärgert. Doch will sie überhaupt mit jemandem reden? Und was kann sie tun, als ein gefährlich aussehender Nachbar einzieht und ihr Löwe sich vor Schreck im Schrank verbirgt? Louise ohne den Löwen? Schwer vorstellbar, aber möglich. Kim Fupz Aakeson und Julie Völk haben mit "Das Löwenmädchen" ein Buch über Angst geschrieben. Erschienen ist es bei Gerstenberg und für Leser ab fünf Jahren geeignet.
3sat Kulturzeit, Kulturzeit-Kinderbuchtipps im Dezember 2014

Wäre nicht ihr Löwe bei ihr, hätte Louise noch mehr Angst vor der Welt da draußen. Ohne an Poesie zu verlieren, hilft der neue Großwildjäger-Nachbar, das Fantasiegebilde verblassen zu lassen. So zart haucht Julie Völk Szenarien mit Blei- und Buntstiften aufs Papier, dass der Betrachter fürchtet, sie könnten entschwinden, bevor er sich am Einfallsreichtum der Illustration satt gesehen hat. (...)
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V., 2014

Nicht von Stärke, sondern von ihrer Angst zeugt der große gelbe Löwe an der Seite von Louise im Bilderbuch von Kim Fupz Aakeson. Die Zeichnungen von Julie Völk sind grazil und zart und laden zum Entdecken und Staunen ein. (...) Oft denken sich Kinder in Büchern starke Freunde aus, um in einer schwierigen Umwelt Halt zu finden. Doch Das Löwenmädchen ist ein ganz besonderes Buch. Zauberhaft sind die Bilder von Julie Völk. Grazile Bleistiftzeichnungen ziehen sich zart über die Doppelseiten. Nahezu vollständig schwarz-weiß sind die Szenen auf der Straße, in der Schule, im Haus, im Kinderzimmer.
Leicht skurril in den Proportionen, magisch-märchenhaft in der Komposition: Riesengroß beugt sich der "Großwildjäger" über das Haus, winzig klein leuchtet die Straßenlaterne neben Louise, groß wie ein Teich ist die Kaffeetasse. Surrealistische Zeichnungen, die zum Entdecken und Staunen einladen. Umso intensiver leuchten darin die wenigen Farben: die rosafarbenen Kinderwangen, bläulich schattierte Fassaden, Louises roter Spielzeugvogel und riesig, knallgelb und lodernd wie eine Flamme der Löwe.
Von Beobachtungen (...) lebt dieses wunderbare Buch und sagt so viel mehr über die Gefühlswelt von Kindern als lange, adjektivreiche Beschreibungen von Befindlichkeiten. Wie überhaupt der Text klar, lakonisch und zugleich psychologisch "wahr" in seinen Bildern ist. So zeigt sich Louises Einsamkeit schon dadurch, dass sie die Namen der Kinder und Lehrer überhaupt nicht kennt. Erst mit dem Großwildjäger Martin bekommen Menschen Namen und aus Bezeichnungen werden Beziehungen.
Deutschlandradio Kultur, 06.05.2014

Die Illustrationen von Julie Völk sind sehr feinfühlig und das starke Gelb des Löwen gibt Wärme und Sicherheit. Ein schönes, empfehlenswertes Bilderbuch, das Mut zu Selbstvertrauen macht.
bn.bibliotheksnachrichten, Sabine Huber

Julie Völks erstes Bilderbuch ist als Teil ihrer Bachelor-Arbeit entstanden: Das Löwenmädchen handelt von einem Mädchen, dem ein Löwe als unsichtbarer Freund zur Seite steht. (...) Das Filigrane ihrer Zeichnungen geht Hand in Hand mit der Geschichte eines Mädchens, das sich seine eigene Welt geschaffen hat, in der es von einem Löwen beschützt wird. Die anderen lassen das Kind in Ruhe, weil sie Angst vom Löwen haben, die Mutter ist dauernd weg, weil sie sich lieber nicht mit dem wilden Tier anlegt. So malt es sich das Löwenmädchen aus, und dementsprechend ist sein imaginärer Freund zu Beginn der Geschichte riesengroß, stolziert raumgreifend über die Doppelseite hinweg. Doch als ein neuer Nachbar einzieht, in der Diktion des Mädchens ein Großwildjäger, wird der Löwe immer kleiner und versteckt sich im Kleiderschrank.
Julie Völk versteht es, die Unsicherheit dieser Situation zu zeigen, ohne sie hoffnungslos erscheinen zu lassen. Das Löwenmädchen hockt auf dem Schrank, aus dem seine Angst herausschaut, vor ihm stehen ratlos der Lehrer und ein Kind mit seiner Mutter. Doch hinter dem Mädchen wartet der Nachbar im Wollpulli, geduldig und standhaft wie ein Fels in der Brandung. Ist das Löwenmädchen hier noch in sich gekehrt, kann der Betrachter mehr begreifen. Bis die Titelheldin die Konfrontation mit der eigenen Angst aufnimmt. Der Löwe verschwindet, seine gelbe Farbe ist in der Schluss-Szene nur noch Licht.
Julie Völk zeichnet Häuser bis in die letzte Dachpfanne aus, zugleich lässt sie auch Weißraum und geht mit Farbe überlegt um. Dem zuweilen Beklemmenden des Textes hat die Illustratorin genau die Leichtigkeit gegeben, die es braucht, um hinzusehen und die Nöte eines Kindes zu erkennen.
Susanna Wengeler, BuchMarkt März 2014